12.06.2010 09:28
Google gegen Microsoft
Kürzlich war in den Medien zu lesen, dass Google Windows aus ihrem Unternehmen verbannen will:
Auslöser für diese Entscheidung sei der Einbruch in IT Systeme bei Google, welche durch Ausnutzung von Lücken im Internet Explorer möglich wurde. Daher dürften neue Mitarbeiter angeblich nur noch zwischen Mac OS X und Linux wählen. Neue Windows-Installationen seien nur in Ausnahmefällen erlaubt. Wie sich später aber herausstellte, war Google nicht ganz unschuldig: Um den Rechner des Google-Mitarbeiters zu kapern, nutzten die Angreifer nämlich eine Lücke im IE 6 aus. Brisant dabei ist, dass zu jenem Zeitpunkt bereits die sicheren Browser Versionen IE 7 und 8 zur Verfügung standen. Es drängt sich die Frage auf, ob denn bei Google nicht mit der gebührenden Vorsicht gepatcht wird und welche Gründe es wohl rechtfertigen, mit einem veraltenden und mittlerweile als unsicher geltenden Browser ins Netz zu gehen. Dass es um die Sicherheit von Windows gar nicht so schlecht bestellt ist, bestätigen mittlerweile selbst Hacker. Und ob die unter Mac OS X oder Linux verwendeten Web-Tools sicherer sind als bei Windows ist auch fraglich. Es häufen sich nämlich vermehrt Meldungen, dass auf populären Mac OS X Download-Portalen Software angeboten wird, die den Rechner mit Spyware infiziert. So öffnet z. B. der Schädling OpinionSpy unter anderem eine Backdoor und sammelt Informationen über installierte Dateien, Zugangsdaten, Kreditkarten und das Nutzerverhalten und schickt diese an einen Server im Internet.Ganz gleich für welches Betriebssystem und "Web-Tools" man sich entscheidet: Die Hausaufgaben müssen erledigt sein. Und das heisst: Patchen. Schliesslich bringt man ja sein Auto auch regelmässig zum Service in die Werkstatt.
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