4.03.2009 10:03
Web-Abzocke: Antivirenportal entpuppt sich als Abofalle
Auf die miese Tour: Mit dem vermeintlichen Security-Portal antivirus-security.net versuchen dreiste Abzocker, verunsicherte Kunden in die Abofalle zu locken. Mit dem Hinweis auf eine vermeintliche Vireninfektion des eigenen Rechners werden User seit Kurzem auf das unseriöse Security-Portal antivirus-security.net und dort in eine Abofalle gelockt. Die Betreiber des Webportals versprechen nach erfolgter Registrierung eine kostenlose Vollversion einer Antivirus-Software zur Säuberung des PCs. Im Kleingedruckten findet sich jedoch die Falle, denn nach 14 Tagen endet dieser Gratis-Service und wird zu einem Zwei-Jahres-Vertrag zum Preis von 316 Euro. Seitens der Betreiber besonders dreist ist die Tatsache, dass Firmenlogos existierender Security-Unternehmen verwendet werden, um Seriosität vorzutäuschen. Kopierte Logos Durch Werbeschaltungen auf Webseiten - beispielsweise auf der Streamingseite kino.to - werden die Websurfer auf das Portal gelockt. Dort findet der User unter anderem auch das Firmenlogo des deutschen Securityherstellers G Data, dessen Software vermeintlich in der Vollversion angeboten wird. Betroffen sind neben G Data jedoch auch weitere Anbieter von Sicherheitssoftware wie McAfee, F-Secure, ESET oder Avira. G Data hat mittlerweile rechtliche Schritte gegen den in Dubai ansässigen Betreiber eingeleitet. Falle steckt im Kleingeschriebenen «Die beschriebene Vorgehensweise ist ein Mix aus nutzlosen Virenschutz-Imitaten und Kostenfallen im Internet. Mit gefälschten Warnmeldungen werden die Filmfans statt zur Installation von angeblicher Schutzsoftware in eine Kostenfalle gelockt. Auf der aktuellen Seite ist der Preis zwar ohne Scrollen ersichtlich. Aber auch nur, wenn man genau hinschaut», so Ralf Benzmüller, Leiter G Data Security Labs. Mahnungen ignorieren Derartige unseriöse Angebote tauchen im Internet immer wieder auf. Erst kürzlich war unter der Domain skype.at eine ähnliches Angebot zu finden, das mit der kostenlosen VoIP-Software Skype warb, sich jedoch als Abofalle entpuppte. Das Geschäftsmodell dieser Firmen sieht vor, User, die in die Falle getappt sind, so lange mit Mahnungen und Klagsdrohungen zu überhäufen, bis diese eingeschüchtert die Rechnungen begleichen. Konsumentenschützer und Juristen raten hingegen, diese Schreiben zu ignorieren und keinesfalls zu bezahlen.Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.



